Viele Websites von Hausverwaltungen sehen erstaunlich gleich aus: Startseite mit Stockfoto, Leistungsseite, Kontaktformular. Das ist das absolute Minimum. Was wirklich überzeugt — und wo die meisten Firmen zu kurz greifen.
Warum die Website einer Hausverwaltung besondere Anforderungen hat
Eine Hausverwaltung hat nicht eine Zielgruppe, sondern mehrere: Eigentümer auf der Suche nach einer Verwaltung. Mietinteressenten, die eine freie Wohnung suchen. Bestehende Mieter, die Kontaktdaten brauchen. Manchmal Investoren, die die Firma einschätzen wollen.
Diese Gruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Eine gute Website führt jede von ihnen schnell zu den Informationen, die sie braucht.
1. Klare Positionierung auf der Startseite
Der erste Satz muss beantworten: Was machen Sie, für wen, wo? «Professionelle Liegenschaftsverwaltung im Kanton Zürich für private Eigentümer und Stockwerkeigentümergemeinschaften» ist besser als «Willkommen bei uns». Jeder Besucher entscheidet in drei Sekunden, ob er bleibt.
2. Leistungsübersicht mit konkreten Inhalten
Nicht nur «Mietverwaltung, STWE-Verwaltung, Buchhaltung» auflisten — kurz beschreiben, was das konkret heisst. Was übernehmen Sie? Was macht der Eigentümer selbst? Das baut Vertrauen auf und reduziert Rückfragen.
- 01Mietverwaltung (Mietzinsinkasso, Schadensmeldungen, Mietersuche etc.)
- 02STWE-Verwaltung (Eigentümerversammlungen, Erneuerungsfonds etc.)
- 03Technische Verwaltung / Facility Management
- 04Buchhaltung und Jahresabrechnung
- 05Vermietung und Vermarktung
3. Einzugsgebiet klar kommunizieren
Viele Hausverwaltungen nennen ihr Einzugsgebiet nicht oder verstecken es im Impressum. Das kostet Anfragen. «Tätig in den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Thurgau» — das spart Ihnen und Interessenten Zeit und hilft gleichzeitig beim lokalen SEO.
4. Team und Ansprechpartner
Hausverwaltung ist Vertrauenssache. Eigentümer übergeben Ihnen ihre Liegenschaft — die wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Echte Fotos und Namen mit Zuständigkeiten bringen mehr als jeder Marketingtext.
Minimum: Name, Funktion, Kontaktmöglichkeit pro Person. Besser: Kurzes Statement, was die Person antreibt oder seit wann sie dabei ist.
Gerade bei Einzelpersonen oder Kleinbetrieben ist das Gesicht der Firma das stärkste Signal. Kein Stockfoto — echtes Bild.
5. Referenzen und Erfahrung
Wie viele Liegenschaften verwalten Sie? Seit wie vielen Jahren? In welchen Gemeinden? Konkrete Zahlen sind glaubwürdiger als «langjährige Erfahrung».
- 01Anzahl verwalteter Liegenschaften oder Einheiten
- 02Jahre im Markt
- 03Regionen / Gemeinden (hilft auch beim SEO)
- 04Referenzprojekte oder Kundenstimmen, wenn vorhanden
6. Kontaktmöglichkeiten — mehr als eine, gut sichtbar
Viele Hausverwaltungs-Websites haben genau eine Kontaktmöglichkeit, irgendwo im Footer. Das ist zu wenig. Telefonnummer und E-Mail gehören auf jede Seite, am besten in den Header. Für Mietinteressenten ist ein Formular mit Wohnungsauswahl hilfreich.
7. Freie Objekte
Wenn Sie auch vermieten: Eine Seite mit aktuellen freien Wohnungen macht die Website sofort relevanter — für Besucher und für Google. Auch bei nur 2–3 Objekten lohnt sich diese Seite.
8. Datenschutz, Impressum und Technik
Seit 2023 gilt in der Schweiz das revidierte Datenschutzgesetz (nDSG). Eine aktuelle Datenschutzerklärung ist Pflicht. Und die Technik muss stimmen: schnelle Ladezeiten, HTTPS, mobile Darstellung. Das sind keine Extras, sondern Voraussetzungen.
Was oft fehlt — und am meisten ausmacht
In meiner Arbeit mit Immobilienfirmen sehe ich immer dieselben Lücken: kein Team, kein Einzugsgebiet, keine konkreten Zahlen, kein Bild des Inhabers. Genau diese Dinge machen den Unterschied zwischen einem generischen Auftritt und einer Website, die tatsächlich überzeugt.
Faustregel: Wenn ein Eigentümer nach 60 Sekunden versteht, wer Sie sind, was Sie tun und warum er sich bei Ihnen melden sollte — dann ist die Website gut. Alles andere braucht Überarbeitung.
Website für Ihre Hausverwaltung
Ich arbeite ausschliesslich mit Immobilienfirmen. Keine Einarbeitung nötig, keine generischen Templates, direkte Kommunikation.
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